Anwesende Mitglieder des ECDC- Komitees:
Vorsitzender: Tyge Greibrokk (Norwegen), Schriftführer: Annemiek Morgans (Niederlande), Kassenwart: Alfred Ronneburg (Deutschland)
Anwesende ECDC- Abgesandte:
Inger Hagbohm und Åke Cronander (Schweden), Tyge Greibrokk und Aase Jakobsen (Norwegen), Sören Jacobsen (Dänemark), Ann Sofi Sandbacka und Anders Sandbacka (Finnland), Frans de Ridder und Liliane de Ridder-Onghena (Belgien), Dr. Dominique Vincent und Sally Ann Clegg (Frankreich), Rhys Morgans und Erna Kuipers (Niederlande), Herbert Nagel und Beate Nagel (DDC Germany), Gerhard Herbst (CDF Germany), Simone Zollinger und Kurt Zollinger (Schweiz), Radana Zachova (Tschechien), Ivana Bakal (Atila Dubac Kroatien).
Offiziell anwesende ECDC-Beobachter:
Pat Wilson und Chris Pickup (BDC England)
ECDC-Abgeordnete, die nicht teilnehmen konnten:
Pia Pedercini (Italien), Ursula Voitle (Österreich)
Abwesende ECDC-Abgeordnete ohne Entschuldigung:
DVD (Deutschland)
Abwesende ECDC-Beobachter:
NoEDC (England)
1. Ankunft der Teilnehmer. Begrüßung und Kaffee
ECDC- Vorsitzender Tyge Greibrokk begrüßte die offiziellen Abgesandten aller Dalmatinerverbände und die anderen Gäste. Der Vorsitzende bedankte sich auch bei dem Belgischen Dalmatiner Verband und besonders bei Frans und Liliane de Ridder für die Organisation dieser ECDC-Veranstalung, welche dieses Treffen, den Kongress und die Show am Samstag beinhaltet, und erwähnte die warmherzige Begrüßung und sehr beeindruckende Gastfreundschaft.
2. Willkommensheißung vom Belgischen Dalmatiner Verband
Frans de Ridder, der Vorsitzende des Belgischen Dalmatiner Verbands, begrüßte alle Teilnehmer und stellte Herrn Frank Comhaire in seiner Funktion des Übersetzers während dieses Treffens, vor. Die gesprochene Sprache während dieses Treffens ist Englisch und Herr Comhaire wird ins Deutsche und Französische übersetzen.
3. Präsentation der Abgesandten der Teilnehmer-Verbände
Eine Präsentation der Abgesandten und offiziellen Beobachter folgte. Ursula Voitle aus Österreich und Pia Pedercini aus Italien konnten nicht teilnehmen (wegen eines persönlichen Unfalls).
4. Bericht des Vorsitzenden (T. Greibrokk)
Tyge Greibrokk erwähnte, dass es nicht genügend Reaktionen auf den Fragebogen gab. Trotz mehrerer Erinnerungen hatte eine Zahl von Verbänden nicht reagiert. Der Vorsitzende wies auf die Wichtigkeit dieses Fragebogens hin: er beinhaltet wichtige Informationen für den ECDC und alle Mitgliedsverbönde, welche diese informatiert, was in den vielen verbundenen Verbänden abläuft, wie beispielsweise Mitgliedszahlen, Anzahl der Würfe pro Jahr, die Existenz oder Nichtexistenz von Zuchtbestimmungen , usw. Es wurde eingeworfen, dass einer der Gründe das Fehlen des Fragebogens in deutscher Sprache war. Daraufhin entgegnete der Vorsitzende, dass dies schon viel früher zu Bericht gegeben hätten werden sollen. Die verschiedenen Daten der Fragebögen zeigen große Unterschiede in den Mitgliederzahlen und urfanzahlen pro Jahr innerhalb der verschiedenen Verbände. Sally Ann Clegg korrigierte bezüglich der Gehör-Empfehlungen: in Frankreich ist es nicht empfohlen mit unilateral hörenden Hunden zu züchten. Der Dalmatiner Verband Kroatien, Tschechien und der CDF in Deutschland haben gar nicht reagiert. Die zwei erstgenannten Verbände versprachen die Daten zu stellen. Der Vorsitzende erwähnte, dass der Ungarische Dalmatiner Verband die Daten gestellt hatte und den Wunsch ein Mitglied des ECDC zu werden ausgesprochen hatte. Hiermit sollte sich später im Ablauf nochmals befasst werden, ebenso, dass es weitere Bewerbungen um eine ECDC-Mitgliedschaft von anderen Verbänden gäbe und es nötig wäre sich so viele Informationen wie möglich über die sich bewerbenden Verbände zu beschaffen.Sollte es Regeln für den Beitritt neuer Mitgliedsverbände geben? Ist es ausreichend, wenn eine Person von einem Land einen Verband gründet und dieser Verband wird dann ECDC-Mitglied oder sollten wir einige Qualifikationen wie beispielsweise Mitgliederzahlen, ob es bestimmte Zuchtempfehlungen vorliegen haben? Sollte es Beitrittsansprüche geben? Der Vorsitzende bat darum, sich dies durch den Kopf gehen zu lassen, bevor später am Tag über Beitritte diskutiert werden sollte und nannte dies eine wichtige Frage für die Zukunft. Sollten wir ein festgelegtes Bündel von regeln haben, wenn neue Bewerber kommen und ein Mitglied des ECDC werden wollen?
Tyge Greibrokk: “Es gibt keinen Bericht von Ausschuss der Richter und dies hat auch einen guten Grund. Die ganze essentiell wichtige Arbeit wurde im vergangenen Jahr verrichtet und so hatten sie im letzten Zeitraum nichts Wichtiges zu tun. Åke Cronander schlug vor, dass diese Komission nicht weiter existieren sollte, aber ich bin nicht sicher, dass sie ihre Aktivitäten beenden soll. Sie könnte in ihrer Funktion bestehen bleiben und versuchen Probleme zu lösen, falls welche auftreten. Lassen Sie mich zum Schluss noch kurz darauf hinweisen, dass trotz dem geringen Grad an Aktivität im ECDC ich der Meinung bin, dass es aufgrund zweier Gründe wichtig ist diese Organisation am Leben zu erhalten: Erstens, der Zuchtstandard. Wenn innerhalb des FCI sich etwas am Zuchtstandard ändert, so haben wir eine Organisation, die eingreifen kann. Zweitens, die Gesundheit des Dalmatiners. Es ist sehr wichtig über eine Organisation zu verfügen, welche reagieren, Informationen sammeln und an die Mitgliedsverbände verteilen kann, wenn eine neue Erbkrankheit ausbrechen sollte. Es liegt in ihrer Hand zu entscheiden, welchen Grad an Aktivität sie innerhalb des ECDC haben wollen.” Keine weiteren Anmerkungen.
5. Bericht des Kassenwarts (A.Ronneburg)
Alfred Ronneburg: “In dem Zeitraum von 2001 bis 2003 beträgt die Bilanz 10.016,55 Euro. Im Zeitraum von 2003 bis 2005 wurden 2160 Euro verwendet, vor allem für die Organisation des Treffens in San Remo im Jahr 2003. 2300 Euro wurden verwendet um die Kosten abzudecken und um die Abgesandten zu versorgen. Hiervon wurden 700 Euro vom Italienischen Dalmatiner Verband gestellt und 1600 Euro wurden vom ECDC verwendet. 520 Euro und 40 Euro wurden zu der Bilanz hinzuaddiert für Korrespondenz, Portogebühren und andere Ausgaben. Ich bin sehr froh, dass für dieses Treffen eine andere Art der Finanzierung gewählt wurde, so dass zumindest dies keine Last für das ECDC-Konto sein wird. 2042 Euro wurden für Ausgaben wie Übersetzungen von Dokumenten und Bankgebühren verwendet. Die ausgegebene Gesamtsumme beträgt 3642 Euro. Andererseits wurden 3251 Euro an Mitgliedsbeiträgen eingenommen. Dies bedeutet eine negative Bilanz von 389 Euro über die letzten 2 Jahre. Die Bilanz wurde bis zum 31. Juli abgerechnet und 2 Verbände zahlten ihre Mitgliedsbeiträge nach diesem Datum. Diese wurden nicht in die Bilanz miteingerechnet. Die wirkliche Bilanz ist minus 129 Euro. Das totale Kapital des ECDC beträgt heute 9987,41 Euro. Es gibt eine zusätzliche ausstehende Rechnung für die Kosten der Internetdomain der ECDC- Homepage von 120 Euro, die noch bezahlt werden muss. Die Haushaltsplanung für die nächsten 2 Jahre mit 15 Mitgliedsverbänden: 3900 Euro werden durch Mitgleeidsbeiträge eingenommen. Dank der neuen Finanzierungart werden die erwarteten Kosten dieses Treffens sich auf etwa 1400 Euro belaufen. Es gibt keinen extra Finanzierung für Postkosten usw. Eine optimistische Einschätzung würde ergeben, dass der Verband in 2 Jahren über ein Kapital von 13000 Euro verfügt. International betrachtet wird in vielen Ländern das Kapital der Verbände von den Regierungen besteuert. Es ist also besser über nicht zu viel Geld zu verfügen und ich schlage vor dieses für Forschungs- und Gesundsheitsausgaben zu verwenden. Ich denke, es ist besser das Geld für die Gesundheit unserer Rasse auzugeben, als es den Politikern zu geben.” Der Bilanzprüfer Herbert Nagel berichtete, dass die Konten geprüft worden wären und der Kassenwart exzellente Arbeit geleistet habe.
Rhys Morgans sagte, dass bei dem Treffen in San Remo beschlossen wurde, dass der ECDC die ECDC- Komiteemitglieder nicht finanziell unterstützen werde. Dies bedeutet, dass es für Verbände mit Mitgliedern des ECDC-Komitees sehr teuer wird, wenn sie für ihre zwei Abgesandte und zusätzlich für das ECDC-Mitglied bezahlen müssen. Er bat den Kassenwart und alle Abgesandten darüber nachzudenken und zu versuchen die Entscheidung von San Remo wieder rückgängig zu machen, so dass die Kosten der drei Komiteemitglieder vom ECDC zurückgestattet werden würden. Die Anfrage wurde auf Punkt 9 der Tagesordnung verwiesen. Einige Abgesandte baten um die Veröffentlichung einer schriftlichen Ausgabe des Finanzberichts. Der Kassenwart wollte dies erledigen. Sally Ann Clegg bat um eine frühzeitige Veröffentlichung eines Finanzberichts vor dem nächsten Treffen, da so weniger Zeit in Anspruch genommen würde. Die wurde einig beschlossen. Es gab keine weiteren Fragen und der Vorsitzende schlug vor den Finanzbericht und die Bilanzprüfung zu anzunehmen. Alle stimmten zu und es folgte Applaus für den Kassenwart für seine ganze Arbeit.
6. Frage der Mitgliedschaften
- Der Kroatische Dalmatinerverband “HKPDP-Dalmatinac” vom Beobachterstatus zur vollen Mitgliedschaft?
Beim letzten Treffen in San Remo beantragte der Verband die Mitgliedschaft. Da keine Vertreter anwesend waren und weder ECDC Informationen erlangt hatte, noch irgendjemand anderes weitere Informationen preisgeben konnte, stellte der Vorsitzende die Frage, ob man der Verband weiterhin seinen Beobachterstatus inne haben lassen oder ihn als volles Mitglied akzeptieren sollte. Ivana Brakal brachte ein, das dieser zweite Dalmatinerverband aus Kroatien dieselbe Position und gleichen Arbeitsweisen wie der erste Verband habe. Rhys Morgans plädierte dafür, den Beobachterstatus zu erhalten, da der Verband keine Vertreter hier präsent und keine Informationen über seine Tätigkeiten preisgegeben habe. Es folgte eine Diskussion. Schlussendlich gab der Vorsitzende an, dass der Verband aktiver werden müsste um eine volle Mitgliedschaft zu erwerben und schlug vor, den Beobachterstatus zu erhalten. Dies wurde einvernehmlich angenommen.
- Ungarischer Dalmatiner Verband?
Dieser Verband hatte die Mitgliedschaft vor zwei Jahren beantragt und hatte auch auf die Fragen in dem Fragebogen geantwortet. Es waren heute keine Vertreter anwesend und keiner konnte weitere Informationen geben. Es folgte eine Diskussion und im Allgemeinen wurde sich darauf geeinigt, dass Verbände aktiver sein sollten um die volle ECDC- Mitgliedschaft zu bekommen. Julia Swinburn bat um eine Abstimmung:
Der Ungarische Dalmatinerverband: den Beobachterstatus behalten - 11 Stimmen, volle Mitgliedschaft – 0 Stimmen. Eine Enthaltung.
- Der Portugiesische Dalmatinerverband: Beantragung der Mitgliedschaft
Die Beantragung und einige Information über den Verband kam kurz vor dem Treffen an, unterschrieben von José Moura, dem Präsidenten des Verbandes. Diesem Verband wurde nach einer Abstimmung mit 12 Stimmen dafür bis zum nächsten Treffen ein Beobachterstatus zugesprochen.
Es wurde beschlossen die oben genannten Beobachterverbände um mehr Informationen über ihre Verbände und ihre Tätigkeiten und die Anwesenheit beim nächsten Treffen zu bitten. Es gäbe keine weiteren Bewerbungen. Einige Vertreter von nicht angeschlossenen Verbänden erwähnten, dass sie immer noch über einen Beitritt nachdenken, jedoch noch mehr Zeit benötigen würden.
7. Bericht der Gesundheits- und Zuchtkommission (T. Greibrokk)
Tyge Greibrokk: „In den letzten zwei Jahren wurde von keinen Problemen berichtet. Bei dem letzten Treffen in San Remo hatten wir von den Mitgliedsverbänden Informationen über die ARDS Situation in ihren Ländern (die Tiere zur Zucht verwenden vor der 4. u. 5. Generation und damit sehr nahe an den Trägertieren züchten) erhalten, aber da wir vor diesem Treffen nichts erhalten haben, kann ich Ihnen keine Informationen über die letzten zwei Jahre geben. Ich brauche Registrierdaten um kontrollieren zu können, was in den einzelnen Ländern passiert, da ich weiß, dass in manchen Ländern Züchter unter 5 Generationen wieder züchten, was gegen die Bestimmungen des ECDC ist. Als Vorsitzender der Gesundheitskommission brauche ich Pedigrees der Eltern, die in der Zucht verwendet wurden und rate Ihnen stark, mir diese Informationen der letzten drei Jahre zukommen zu lassen. Ich brauche Namen und Pedigrees der Eltern, nicht die Namen der Welpen. Es gab keinen Fall von ARDS seit dem letzten Auftretens in Finnland vor vielen Jahren und es wird auch nichts passieren, solange wir unserer Politik treu bleiben. Auf der ECDC-Homepage finden Sie die Namen aller Träger und der nächsten 5 Generationen nach dem Trägertier. Die Homepage wurde in den letzten 2 Jahren nicht geupdatet, einfach nur deshalb, weil wir keine Informationen haben.“ Mehrere Abgesandte betonten die Wichtigkeit, die korrekten Informationen anzugeben, um Probleme in der Zukunft so weit wie möglich auszuschließen.
Peter Rance: „Welche Sanktionen könne verhängt werden, wenn jemand gegen die Regeln verstößt?“ Tyge Greibrokk: „Wir haben keine Regeln, sondern Empfehlungen und darum kann es auch keine Sanktionen geben. Wenn der ECDC über eine Art von Bestrafung für das Verstoßen gegen die Empfehlungen verfügen möchte, dann sollten die Abgesandten Vorschläge bringen. Ich denke, dass Empfehlungen ausreichend sein sollten und ich erwarte von den Mitgliedsverbänden, dass sie sich an diese sehr wenigen Empfehlungen halten. Es kann sich problemlos an diese gehalten werden.“ Herbert Nagel: „Es ist möglich, dass einige Tierärzte die Symptome nicht gut genug kennen und so die Krankheit nicht diagnostizieren, falls ein Welpe betroffen ist. In diesem Fall verlieren wir Informationen.“ Tyge Greibrokk: “Solange die Züchter sich an die Zuchtempfehlungen halten, wird es keine Probleme geben. Ich denke nicht, dass wir eine Informationskampagne zu diesem Thema haben sollten, dies würde nur die Menschen verschrecken. Dies wurde vor vielen Jahren in den nordischen Ländern durchgeführt und bildete die Basis für die Empfehlungen, über die wir heute verfügen.“ Liliane de Ridder: „Mit Bezug auf einen importierten Hund von Tschechien nach Dänemark, hat es viel mit dem fehlenden Wissen der Züchter zu tun. Es ist sehr wichtig, dass die nationalen Dalmatinerverbände über Wissen über Pedigrees verfügen und wenn nötig, neue Besitzer über den ARDS-Status informieren.“ Stephanie Yates: „Es gibt viele junge und auch erfahrene Züchter, die sich nicht über ARDS bewusst sind, es ist also wichtig, dass die Verbände Informationen bereitstellen. Manche Verbände haben die Möglichkeit, diese Informationen weltweit zu verbreiten. Annemiek Morgans: „Es ist nicht immer fehlendes Wissen. Es gibt Züchter, die mit Hunden der zweiten und dritten Generation züchten, die sich sehr wohl dessen bewusst sind, dass sie mit zu niedrigen ARDS-Generationen züchten, aber trotzdem weiterzüchten, einfach, weil sie es nicht aufgeben wollen.“ Tyge Greibrokk fragte, ob der ECDC die Namen der Züchter veröffentlichen sollte, die mit zu niedrigen Generationen züchten. Name und Schande? Es folgte eine Diskussion. Sollte es von den nationalen Verbänden veröffentlicht werden oder auch vom ECDC? Liliane de Ridder: „Beide sollte getan werden, da die Leute viel reisen. Und bevor man es erwartet, hat man ein Problem in seinem eigenen Land. Man sollte es jedes Mal publizieren und darauf bestehen, da dies der einzige Weg ist, die Menschen zu alarmieren.“ Rhys Morgans: „Auf der ECDC-Homepage sind sehr gute Informationen über ARDS zugänglich. Aber eine große Zahl von Verbänden mit recht guten Homepages haben keine Links zu der ECDC-Homepage oder haben Schaltflächen, die nicht funktionieren. Die Informationen sind da, aber man sollte sie nutzen und sie zum Laufen bringen.“ Tyge Greibrokk wies noch einmal auf die Wichtigkeit, Informationen der nationalen Verbände zu erhalten, hin, um Informationen auf der ECDC-Homepage zu veröffentlichen. Er schlug vor eine Empfehlung an die nationalen Verbände herauszugeben, eine Liste der Eltern der Würfe sowie der Namen der Züchter, welche Hunde oder Hündinnen der fünften Generation oder weniger verwenden, anzufertigen, um diese in den Verbandsmagazinen zu veröffentlichen und zudem auch den ECDC zu informieren. Eine Diskussion folgte. Es wurde auch gesagt, dass in manchen Ländern die Veröffentlichung von Züchternamen aufgrund der Gesetze zur Privatsphäre verboten wäre. Daraufhin wurde vorgeschlagen, nur die Namen der Elterntiere und Kombinationen zu veröffentlichen. Für die Offenlegung der Ergebnisse: 11 Stimmen und eine Enthaltung. Aufgrund der Zeit musste die Diskussion über ARDS beendet werden.
Tyge Greibrokk nannte eine weitere Krankheit, die unsere Aufmerksamkeit benötige: Megaoesophagus. „Der Ösophagus ist die Röhre, die vom Rachen in den Magen führt. Man spricht von Megaeoesophagus, wenn der Muskel, der die Nahrung in den Magen bringen soll, nicht funktioniert. Dieses Problem kann so ernst sein, dass der Welpe sterben kann. Es kann aber auch so ein kleines Problem sein, dass Sie es nicht bemerken werden, außer, wenn der Welpe geröntgt wird. Diese Krankheit ist in vielen Rassen verbreitet und seit neuestem scheint es, dass es unter den Dalmatinern ernster geworden ist. Es ist sehr wichtig Ihre Unterstützung zu haben und dass Sie Fälle bezüglich jedes betroffenen Welpen, von dem Sie wissen, der ECDC-Gesundheitskomission melden. Die Absicht ist, dass Sie nur prüfen, ob es innerhalb ihres Verbandes Fälle gibt, Informationen sammeln und sie uns zusenden. Informationsmaterial finden Sie im Internet und bei anderen Rasseverbänden, bisher noch nicht auf unserer ECDC-Homepage. Die Art der Vererbung ist bisher noch nicht bekannt und wir müssen mehr darüber herausfinden. Ihre Informationen könne eine große Hilfe sein.“
Dr. Dominic Vincent berichtete von einem Herzproblem von drei Welpen in einem Wurf. Es wurde beschlossen, dass es gut wäre jeden Fall von unerklärlichen Toden zu melden. Liliane de Ridder wies auf eine erfolgreiche Methode um Vererbungskrankheiten zu reduzieren hin, welche in anderen Rassezuchtverbänden verwendet würde. Hierbei würden gesunde ältere Hunde für die Zucht verwendet werden, mindestens nach drei oder vier Jahren über dem Zuchtalter. Der Vorteil wäre, dass mehr über diese Hunde bekannt ist. Diese haben zumindest gezeigt, dass sie nicht an einer bestimmten Krankheit leiden. Auch wäre es hilfreich, informative Vorträge abzuhalten.
8. Bericht der Homepage
Rhys Morgans äußerte den Wunsch mehr aktuelle Informationen auf der Homepage wieder zu finden. Anfang dieses Jahres gab es einige Computerprobleme, weshalb für eine bestimmte Zeit die Informationen nicht so schnell auf der Homepage erschienen wie es hätte sein sollen. „Wenn Sie irgendwelche Probleme mit der ECDC-Homepage haben, würde ich gerne davon erfahren. Alles wird auf drei unterschiedlichen Systemen überprüft, bevor ich es absegne. Information und Kommunikation sind sehr wichtig. Wenn Sie mich darüber in Kenntnis setzen, werde ich es so schnell ich kann ändern und Sie informieren. Ich habe außerdem die Homepages des Mitgliedsverbände besucht und bemerkt, dass die ECDC-Homepage oft inkorrekt ist und nicht alle Verbände einen Link zur ECDC-Homepage haben. Verbandskomitees ändern sich sehr oft. Bitte senden Sie mir die Namen der neuen Komiteemitglieder oder Kontaktadressen.“ Tyge Greibrokk sagte zudem, dass es überaus wichtig wäre, die Verbandsmagazine an den Webmaster und den Schriftführer zu senden um den Informationsaustausch zu verbessern. Es gab Erkundigungen, nach einer aktuellen Liste der Homepage- und Kontaktadressen plus derer des Vorsitzenden und des Schriftführers jedes Verbandes. Es wurde beschlossen, dass mindestens einmal im Jahr eine Liste an alle Mitgliedsverbände geschickt werden würde, um Änderungen zu überprüfen.
9. Wahlen
Im Moment sind die Positionen wie folgt besetzt:
Vorsitzender: Tyge Greibrokk (neue(r) Kandidat(en) benötigt)
Kassenwart: Alfred Ronneburg
Schriftführer: Annemiek Morgans
Bilanzprüfer: Herbert Nagel
Tyge Greibrokk kann seine Arbeit als Vorsitzender des ECDC aufgrund beruflicher Verpflichtungen leider nicht fortsetzen. Es gab nur einen Kandidaten für diese Position: Frans de Ridder. Er wurde mit einer Mehrheit von 11 Stimmen gewählt. Kassenwart: Alfred Ronneburg wünschte mit seiner Arbeit fortzufahren und da es keine anderen Kandidaten gab, wurde er einstimmig gewählt.
Schriftführer: Annemiek Morgans empfand eine Wiederwahl in das ECDC-Komitee als problematisch, da sie kein Mitglied des Holländischen Dalmatiner Verbandes ist. Rhys Morgans verwies auf seinen Antrag, den er unter Punkt 5 der Tagesordnung vorgebracht hatte. Tyge Greibrokk fragte die Abgesandten, ob der ECDC für die Kosten ihrer Komiteemitglieder uneingeschränkt aufkommen solle oder nur falls sie nicht von ihren delegate clubs geschickt werden und keine Kommiteemitglieder der nationalen Verbände sind. Bezahlung heißt in diesem Fall nur Rückerstattung der Kosten, kein Honorar. Frans de Ridder bezog sich auf eine Diskussion des Treffens in San Remo und sagte, dass der ECDC keine finanziell starke Organisation sei und wir versuchen sollten, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten. Nach weiteren Diskussionen kam folgender Vorschlag auf: Wenn ein ECDC-Komiteemitglied kein Komiteemmitglied den nationalen Verbandes/ kein offizieller Abgesandter ist, dann wird der ECDC die Reisekosten zahlen. Tyge schlug vor diesen Ansatz zu unterstützen: „Die ECDC-Mitglieder werden sehr oft Abgesandte sein, aber wenn dies nicht der Fall ist, sollten wir in der Lage sein, diese Kosten zurückzuerstatten.“ Herbert Nagel berechnete, dass bei dem San Remo- Treffen die Kosten für zwei Vorstandsmitglieder 1100 Euro betrugen. Für eine dritte Person würden sich die Kosten auf über 1500 Euro belaufen, was mehr oder weniger gleich der der Betrag der Mitgliedsbeiträge ist. Tyge Greibrokk: „Wenn sich dies zu einem finanziellen Problem für den ECDC entwickeln würde, dann gibt es jederzeit die Möglichkeit, dies zu dem nächsten Treffen zu ändern. Nach einer Diskussion wurde über den folgenden Vorschlag abgestimmt: Wenn der nationale Verband für die Kosten von entweder Vorsitzendem, Kassenwart oder Schriftführer nicht aufkommen würde, übernimmt dies der ECDC. Stimmen dafür: 7, dagegen: 4, Enthaltung: 1
Es gab keinen anderen Kandidaten. Annemiek Morgans war darauf vorbereitet ihr Arbeit fortzusetzen und dies wurde einstimmig beschlossen. Herbert Nagel wollte weiterhin als Bilanzprüfer tätig sein und wurde einstimmig wiedergewählt.
Gesundheits- und Zuchtkomitee: T. Greibrokk (Vorsitzender), Å. Boholm, M. Greening, R. Zachova und R. Morgans
Obwohl Tyge Greibrokk als Vorsitzender abdankte äußerte er den Wunsch, weiterhin seine Position in diesem Komitee beizubehalten. Alle Abgesandten äußerten ihre Zustimmung durch Applaus. Er sagte, er würde gerne mehr Aktivität sehen und dass er Berichte über Taubheit von Mary Greening und Daten von Rhys Morgans erhalten habe, er jedoch gerne noch mehr Informationen von Tschechien und anderen Ländern bekommen würde. Da Dr. Vincent aus Frankreich sich für Gesundheitsfragen interessiert, schlug Tyge Greibrokk ihn als neues Mitglied der Kommission vor. Alle weiteren Mitglieder wollten gerne ihre Arbeit fortführen und wurden mit Tyge Greibrokk als Vorsitzenden wiedergewählt.
Richterkomitee: Å. Cronander (Vorsitzender), L. de Ridder, A. Jacobsen, A. Ronneburg und R. Zachova
Das Fortbestehen des Komitees wurde besprochen. Rhys Morgans wollte das Komitee erhalten, besonders als Beistand, wenn es gebraucht werde. Åke Cronander sagte, dass sein Vorschlag auf die mangelnde Aktivität dieses Komitees begründet war, er aber diesen Vorschlag widerrufen wolle. Er sagte zudem, dass er gerne mehr Einsatz/ Informationen von den Verbandsmitgliedern sehen würde. Alle derzeitigen Mitglieder wollten mit ihrer Tätigkeit fortfahren und wurden mit Å. Cronander als Vorsitzenden wiedergewählt.
10. Anträge für Daten und Orte für Treffen in der Zukunft
- Infoveranstaltung des ECDC 2007 in Kroatien von Ivana Bakal
- ECDC im Jahr 2009?
Bei dem letzten
Treffen in San Remo wurde beschlossen, das nächste Treffen und die nächste Show
2007 in Kroatien abzuhalten, unter der Voraussetzung, dass Kroatien ein
EU-Mitglied werden würde. Der Kroatische Dalmatiner Verband Atila Dubac hatte
angeboten diese Veranstaltung auszurichten und eine sehr beeindurckende
Präsentation abgeliefert. Das Problem ist jedoch, dass es sehr unsicher ist, ob
Kroatien innerhalb dieser Zeit ein EU-Mitglied werden wird. Wenn nicht, würde
dies Konsequenzen für Hunde aus Großbritannien und Skandinavien bedeuten. Diesen
wäre es nicht möglich an der Show teilzunehmen. Außerdem würde es bedeuten, dass
alle Teilnehmer von ECDC-Verbänden für 6 Monate nicht nach Großbritannien oder
Skandinavien einreisen könnten. Es folgte eine Diskussion über die Für und Wider
von Kroatien als nächsten Austragungsort. Rhys Morgans sagte, dass eine
ECDC-Hundeaustellung für ALLE Mitglieder ohne nachteilige Konsequenzen offen
stehen und dass dies als nichts Persönliches gegen Kroatien oder den Kroatischen
Dalmatiner Verband gesehen werden dürfte. Die Abgesandten aus Kroatien wollten
jedoch trotzdem diese Veranstalung wie geplant ausrichten. Tyge Greibrokk schlug
vor, die Veranstaltung 2008 zu organisieren um dem Prozess der EU-Mitgliedschaft
von Kroatien mehr Zeit zu geben. Die kroatischen Abgesandten erwähnten, dass es
keine Garantie für eine EU-Mitgliedschaft 2008 gebe und wollten das Jahr 2007
beibehalten, um die ECDC-Veranstaltung in Verbindung mit der europäischen CACIB
Show in Zagreb organisieren zu können. Nach langen Diskussionen schlug der
Vorsitzende schließlich vor, das Treffen 2007 in Kroatien abzuhalten: “Es gibt
das Problem, dass Hunde aus verschiedenen Ländern nicht teilnehmen werden
können, aber es ist wahrscheinlich wichtiger, die Kroaten das Treffen und die
Ausstellung ausrichten zu lassen und volle Zusammenarbeit mit dem ECDC zu haben,
als irgendwelche schlechten Gefühle zu verursachen. Die nächste Frage
beschäftigte sich mit anderen Vorschlägen für das Treffen 2007. Katerina Malovic
schlug Prag als Alternative vor. Liliane de Ridder sagte, dass der Tschechische
Dalmatiner Verband sich nicht sehr kooperativ in Bezug auf die Organisation der
derzeitigen Veranstaltung gezeigt hatte und war deshalb der Ansicht, dass
Kroatien die Veranstaltung im Jahr 2007 verdiente. Eine Abstimmung folgte:
Kroatien 2007: 5 Stimmen dafür
Tschechien 2007: 3 Stimmen dafür
Die nächste ECDC-Veranstaltung wird 2007 in Kroatien stattfinden.
Der Vorsitzende
fragte nach Vorschlägen für Treffen und Ausstellung in den Jahren 2009/ 2010.
Aase Jacobsen schlug Norwegen vor. Eine Abstimmung folgte:
Tschechien 2009/ 2010: 3 Stimmen dafür
Norwegen 2009/ 2010: 9 Stimmen dafür
Die ECDC-Veranstaltung 2009/ 2010 wird in Norwegen stattfinden.
11. Diverse Fragen:
Vorschlag von Dr. D. Vincent aus Frankreich: “Ist es für den ECDC möglich ein gemeinsamen Bestreben unter den verschiedenen Mitgliedsverbänden zu organisieren, um bedeutende Kriterien für die (Zucht)Selektion zu harmonisieren?” (Wie beispielsweise Taubheit, Charakter, Bezahnung, Größe, Hüftdypslasie)
Dr. Vincent fragte, ob es möglich wäre, ein gemeinsames Abkommen innerhalb der verschiedenen Verbände zu realisieren und zusammen mit dem Gesundheits- und Zuchtkomitee des ECDC ein allgemeingültiges Protokoll zu etablieren mit dem alle Mitgliedsverbände einverstanden wären. Dies wäre um eine positive Zusammenarbeit aller Mitgliedsverbände bezüglich aller Abmachungen zu fördern. Tyge Greibrokk wies darauf hin, dass das Gesundheits- und Zuchtkomitee all diese Art von Informationen einsammle und die Ergebnisse dann vorstelle, wenn sie denken, dass es eine Möglichkeit der gemeinsamen Basis gibt. Stephanie Yates sagte, dass sich möglicherweise Probleme ergeben könnten, da manche Verbände ihre eigenen Regeln haben und außerdem noch die Regeln ihren Kennel Clubs und der FCI befolgen müssen. Alfred Ronneburg sagte, dass bereits 1993 während des ersten Treffens beschlossen wurde, dass versucht werden sollte, all diese verschiedenen Regeln in den verschiedenen Verbänden und Ländern, die FCI-Regeln und die Gesundheitsregeln, unter einen Nenner zu bringen. Dies war einer der eigentlichen Gründe für die Etablierung einer europäische Kooperation. Sich nicht nur alle zwei Jahre wiederzusehenen, sondern gemeinsame Abmachungen zu treffen. Leider wurden diese Ziele bisher nicht erreicht, wie zum Beispiel Abkommen bezüglich der wichtigsten Zuchtfragen.
Herr Comhaire:
Das Problem ist, dass in den letzten 10 Jahren es nicht möglich war die
verschiedenen Regeln in den verschiedenen Ländern zu hamronisieren was
Erbkrankheiten betrifft. Heute macht die FCI Abmachungen mit den nationalen
Zuchtverbänden. Dies wurde neulich schon getan und es wird immer mehr passieren.
In der Vergangeheit hat die FCI nie mit internationalen Verbänden kooperiert,
aber sie fangen nun damit an und innerhalb dieses Rahmenwerks arbeiten sie an
Regeln, die geeignet sind für alle Länder innerhalb der FCI. Laut Liliane de
Ridder beschäftigt sich die FCI nur mit den nationalen Kennel Clubs und nicht
mit den einzelnen nationalen Zuchtverbänden. Herr Comhaire sagte, dass in der
letzten Ausgabe des des FCI-Magazins berichtet wird, dass sie schon eine
Abmachung mit einem nationalen Zuchtverband getroffen haben. Die FCI ändert ihre
Politik und möchte nun mit internationalen Zuchtverbänden kooperieren und eine
Verbindung anstreben. Tyge Greibrokk: “Wir hätten gerne all Ihre Meinungen
bezüglich welcher Regulationen oder Empfehlungen Sie möchten, abhängig von den
Regeln und Gesetzen in jedem Verband und jedem land. Wir würden Sie bitten der
Gesundheits- und Zuchtkomitee alle Informationen zuzusenden. Innerhalb dieses
Komitees werden wir sehen, welche Möglichkeiten es gibt. Wir müssen so viele
Auskünfte wie möglich sammeln.”
12. Abschluss des Treffens
Tyge Greibrokk bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihre Mitwirkung und gab ein großes Dankeschön an die Organisatoren Liliane und Frans de Ridder und ihr Team für die hervorragende Vorbereitung dieser Veranstaltung weiter. Dies wurde mit einem Applaus unterstrichen.
Frans de Ridder, der neue Vorsitzende, lud alle Vertreter ein dem nächsten Treffen in Kroatien beizuwohnen und dankte Tyge Greibrokk für seine Arbeit der letzten Jahre als Vorsitzender. Frans de Ridder: “Wir arbeiten in verschiedenen Ländern mit verschiedenen Regeln und verschiedenen Sprachen. Wir haben eine gemeinsame Marktwirtschaft, sonst ist uns jedoch nur wenig gemein. Wir sollten zumindest versuchen gemeinsame Empfehlungen zu haben. Ich denke, wir können nicht so weit gehen und Regeln erlassen, da hierfür die Umstände zu verschieden sind. In manchen Ländern sind die Zuchtverbände sehr einflussreich, in anderen Ländern haben die Kennel Clubs mehr Macht. Dies ist unser Hauptproblem. Aber es sollte unser Ziel sein gemeinsame Abmachungen zu erreichen.”
Annemiek Morgans
ECDC Schriftführerin
23-01-06